Mei, alle Achtung! Wie die Stadt Nürnberg Digitalität in ihren Schulen systematisch und nachhaltig vorantreibt
Referenzbericht
Mei, alle Achtung! Wie die Stadt Nürnberg Digitalität in ihren Schulen systematisch und nachhaltig vorantreibt
Referenzbericht
Wenn es darum geht, an bestehenden Traditionen und Werten festzuhalten und gleichzeitig innovativ und zukunftsweisend in die Bildung zu investieren, ist der Freistaat Bayern immer eine Nasenlänge voraus. Nicht zuletzt der für 2027 geplante Vier-Säulen-Zuschuss, ein Systemwechsel und damit „beispielloser Entbürokratisierungsschub bei der SChul-IT“[1], ist bezeichnend für den Tatendrang, den die Bayern an den Tag legen, um die digitale Ausstattung in Bayern dauerhaft zu sichern. So sollen kommunale Verwaltungen durch weniger Anträge spürbar entlastet werden – ab 2027 sind zudem jährlich rund 207 Millionen Euro im bayerischen Landeshaushalt für Bildung vorgesehen, zusätzlich zu den Geldern aus dem DigitalPakt 2.
Bis das Vier-Säulen-Modell in Kraft tritt, verlieren die Bayern jedoch keine Zeit – denn zwei zukunftsfähige Programme laufen in Bayern bereits zur nachhaltigen Transformation der schulischen Bildung: die „Digitale Schule der Zukunft“ (DSDZ) sowie „Mobile Endgeräte für den schulischen Einsatz“ (SchulMObE). Auch die Stadt Nürnberg hat in jüngster Vergangenheit mithilfe dieser beiden Förderprogramme ihren Schulen den Weg für ein zeitgemäßes Lernambiente in einer digitalen Welt geebnet.
Dabei fördert das Programm „Die Schule der Zukunft“ die sukzessive 1:1-Ausstattung der Schüler*innen an weiterführenden Schulen mit mobilen Endgeräten. Geräte werden – unter Zustimmung des Schulaufwandträgers – homogen für alle verfügbar gemacht. Dabei werden die mobilen Endgeräte von den Erziehungsberechtigten erworben und mit einem staatlichen Zuschuss von 350 Euro pro Gerät unterstützt. Die Geräte, die technische Mindestkriterien erfüllen und die in ein gesondertes schulisches MDM eingebunden werden können, werden so für das schulische Lernen und Arbeiten verwendet, können aber auch für private Zwecke genutzt werden. Ein großes Ziel dieser Initiative ist es nicht nur, Medienkompetenz und die Qualität des Fachunterrichts zu fördern, sondern vor auch Bildungsgerechtigkeit herzustellen.
Hieran knüpft das Förderprogramm zur Beschaffung schulischer Endgeräte (SchulMobE) an, das Schulaufwandsträgern ermöglicht, einen schulischen Leihgerätepool auf- und auszubauen. Durch einen bedarfsgerechten Pool an schulischen Leihgeräten können soziale Härtefälle unbürokratisch abgefedert werden und ALLE Schülerinnen und Schüler flexibel Zugriff auf digitale Werkzeuge haben und somit uneingeschränkt am digitalen Unterricht teilhaben. Denn dass zeitgemäßes Arbeiten im schulischen Kontext eine funktionelle und bedarfsgerechte digitale Ausstattung für Lehrende und Lernende erfordert, ist ein konstantes Credo der Bayern.
Die Stadt Nürnberg geht in diesen Maximen mustergültig voran. Denn dass digitales Unterrichten nur dann sinnvoll funktioniert, wenn Schülerinnen und Schüler wie auch Lehrerinnen und Lehrer über die notwendige Technik verfügen, hat die Stadt längst erkannt. Aus diesem Grund hat Nürnberg die Mittel der staatlichen Programme nicht nur ausgeschöpft, sondern jeweils um erhebliche eigene Mittel ergänzt, um Leihgeräte und Lehrerdienstgeräte zuverlässig zur Verfügung zu stellen – und so die Digitalisierung ihrer Schulen massiv voranzutreiben. Bereits über 14.000 iPads (teilweise inklusive Apple Pencils) wurden beschafft, um digitales Lernen zu ermöglichen. Federführend in dieser Initiative und der Verwaltung der Geräte: das städtische „Team Digitale Schule“.
Neben einer weitreichenden Elternfinanzierung wurden in Nürnberg insbesondere 6500 Tablets als schulische Leihgeräte über die BayKIT beschafft. Diese 2024 gegründete Bayerische Kommunale IT-Einkaufsgenossenschaft ermöglicht es bayerischen Kommunen und öffentlichen Einrichtungen, Hardware, Infrastruktur, Software und Dienstleistungen deutlich leichter zu beschaffen, indem das Vergabeverfahren rechtssicher durch die BayKIT durchgeführt wird, die wiederum zentrale Rahmenverträge mit Lieferanten abschließt. Die Mitglieder rufen die benötigte IT einfach direkt ab (z. B. über den eigenen BayKIT-Webshop).
Als mittlerweile umsatzstärkster Rahmenvertragspartner der BayKIT kümmerte sich die thinkRED vollumfänglich um das Rollout von ca. 6500 Apple-Geräten für die Stadt Nürnberg. Herausfordernd war dabei insbesondere, eine entsprechend hohe Stückzahl in relativ kurzer Zeit für die etwa 65 Schulstandorte ganzheitlich vorzubereiten. Denn der Leistungsumfang umfasste zunächst die vollständige Konfektionierung der Geräte einschließlich Schutzhülle und Paperlike-Folie. Darüber hinaus wurden die Apple Devices bereits vorab durch die thinkRED umfangreich konfiguriert, indem sie den jeweiligen individuellen Standorten in der Geräteverwaltungsplattform JAMF zugewiesen, technisch vorbereitet und initialisiert wurden. Anschließend erfolgte die koordinierte Auslieferung frei Verwendungsstelle an die beteiligten Schulen. Durch die strukturierte Vorbereitung und standortbezogene Zuordnung konnten die Geräte vor Ort schnell und mit geringem zusätzlichem Aufwand in Betrieb genommen werden.
Die Beschaffung und Bereitstellung der 6500 Devices im Rahmen von SchulMobE und DSDZ wurde so bis Ende März 2026 erfolgreich abgeschlossen.
Wir freuen uns, dass alle Zahnräder so gut ineinandergegriffen haben – und wir die Stadt Nürnberg mit unserer Arbeit sehr zufriedenstellen konnten. Nach diesem erfolgreichen Projekt steht bereits eine erneute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Nürnberg und der thinkRED an: Nach ähnlichem Vorgehen sollen in den nächsten Monaten ca. 5000 weitere Geräte beschafft werden. Die ersten Bestellungen haben wir bereits erhalten. Pack ma’s o!
[1] Pressemitteilung Nr. 150 vom 18.12.2025: https://www.km.bayern.de/meldung/zwoelf-auf-einen-streich.
