Skip to main content

DigitalPakt 2.0 im Fokus:
Netzwerkveranstaltung in Wiesbaden

Netzwerkveranstaltung in Wiesbaden

Parlamentarisches Frühstück | Netzwerken zum Thema DigitalPakt 2.0

zwei Veranstaltungen in einem Bild

Lange heiß ersehnt – und nun intensiv diskutiert: Gerade erst wurde dem DigitalPakt am 18. Dezember 2025 durch Bund und Länder der offizielle Startschuss gegeben, da konnten wir es kaum abwarten, die Ankündigungen mit konkreten Inhalten zu füllen: Der DigitalPakt 2.0 stand im Mittelpunkt unserer Netzwerkveranstaltung, die am 22. Januar 2026 in Kooperation mit dem Bündnis für Bildung und thinkRED in Wiesbaden stattfand. Exklusiv für hessische Schulträger und Medienzentren bot die Veranstaltung Raum für Information, Austausch und gemeinsame Perspektiven auf die Zukunft der schulischen Digitalisierung.

Den Auftakt zur Netzwerkveranstaltung bildete ein parlamentarisches Frühstück mit Abgeordneten des Hessischen Landtags. Weit über einen „Kaffeeklatsch“ hinaus ging es beim Austausch von Landespolitik und zentralen Akteuren der hessischen Kommunen um kritische Nachfragen zur Aufteilung der Mittel, Umsetzung des Verfahrens und das Zusammenspiel der Institutionen zur Weiterentwicklung zukunftsfähiger Bildung in Hessen. Fest steht: Der DigitalPakt 2.0 kann – auch mit Blick auf die stark reduzierten Mittel – höchstens ein Motor zu einer dringend notwendigen Verstetigung von Mitteln und zur nachhaltigen Sicherung von digitaler Transformation von Bildung in Hessen sein. Die fünf Vertreter aus CDU, Grünen und SPD nahmen laut eigener Aussage viele wichtige Punkte für Bildungs- und Digitalpolitik mit in die direkt folgende erste Landtagsdiskussion zum neuen DigitalPakt.

Für die kommunalen Vertreter ging es derweil weiter zum Wiesbadener „Heimathafen“: Die Netzwerkveranstaltung knüpfte programmatisch an die wichtigen Themen des parlamentarischen Frühstücks an. In einer Keynote zum „DigitalPakt 2.0 | Förderrichtlinien, Maßnahmen und Planungsgrundlagen“ gab Anne Dederer einen Überblick über alles Wissenswerte rund um den DigitalPakt 2.0. Dies bedeutete im Einzelnen: aus welchen verschiedenen Handlungssträngen sich der neue DigitalPakt zusammensetzt, wie das Verfahren der Fördermittelbeantragung geplant ist, inwieweit der bürokratische Aufwand gemindert werden soll und wie länderübergreifende Vorhaben neu aufgesetzt werden. Darüber hinaus wagte sie mit einer Einordnung der Erfolge des originären DigitalPakts sowie einer konkreten Checkliste, wie man die Mittel des DigitalPakts 2.0 bestmöglich in ein bereits vorab gut strukturierten Medienentwicklungsplan implementieren könnte, einen progressiven Blick über den Tellerrand, der allen Partizipanten der hessischen Kommunen klare Handlungsanweisungen mit an die Hand zu geben vermochte. Eine Einordnung in übergeordnete Themenfelder wie kommunale Zukunftsfähigkeit, Bildungsgerechtigkeit, wissenschaftliche Studien und den Unterschied zwischen Digitalisierung und Digitalität rundeten die Keynote ab und gaben der Netzwerkveranstaltung eine klare Vision.

Studie

Konkrete Hilfestellung boten auch unsere Referenten Daweena Lill und Lars Engler in ihrem Workshop „Effiziente Geräteverwaltung mit Jamf- und Classroom-Steuerung“. Die Teilnehmenden erhielten praxisnahe Einblicke in Zero Touch Deployment, die einfache Inbetriebnahme großer iPad-Installationen, moderne iOS- und MacOS-Geräteverwaltung und Classroom-Management. Besonders wertvoll war dabei der direkte Austausch zu individuellen Herausforderungen, der viele konkrete Anregungen für die eigene Praxis lieferte.

Im großen Saal stellte die AG Infrastruktur des Bündnis für Bildung, moderiert von AG-Leiterin Sabrina Marohn und mit Werner Umbach vom Fachdienst IT-Service Schulen für den Landkreis Kassel und Herbert Millemann, der die IT-Strategie im Geschäftsbereich Finanzen, Digitales und Schulen für das Landratsamt Aschaffenburg leitet, zentrale Ergebnisse ihrer Zusammenarbeit zum Thema „IT-Sicherheit: Krisenstab, Kommunikation und geordnetes Vorgehen im IT-Sicherheitsvorfall“ vor. Grundlagen und Bedeutung der IT-Sicherheit, die Relevanz von Notfallplänen und die Notwendigkeit von Standards wurden lebhaft diskutiert. In Kürze erscheint ein fundierter Leitfaden mit praxisnahen Handlungsempfehlungen, die Schulträgern und Entscheidungsträgern bei der Planung und Umsetzung einer zukunftsfähigen IT-Sicherheitsstrategie unterstützen sollen – und damit eine Referenzlösung für dieses wichtige Thema für Bildung und Infrastrukturen in Lehr- und Lernumgebungen zu schaffen vermögen. Veröffentlicht wird das praxisorientierte Papier auf der Homepage des Bündnis für Bildung voraussichtlich im Februar 2026.

Frühstück und Mittagessen

Nachmittags stellten René Norwig, stellvertretender Schulleiter der Richtsberg-Gesamtschule, und Dr. Armin Schriever, verantwortlich für den Übergang Gymnasiale Oberstufe, Digitalisierung, IT-Administration von der Richtsberg-Gesamtschule in ihrem Vortrag „Umdenken in der Bildung: Was macht eine Zukunftsschule anders und was braucht sie, um erfolgreich zu sein?“ deren zukunftsweisendes Schulkonzept vor. Denn die Richtsberg-Gesamtschule Marburg zeichnet sich durch ein innovatives, schülerzentriertes pädagogisches Konzept aus, das individuelle Förderung, Vielfalt und sozialen Zusammenhalt in den Mittelpunkt stellt. Schule wird hier zum Lebensraum, in dem Schülerinnen und Schüler gemeinsam wachsen und lernen – unabhängig von Herkunft oder individuellen Voraussetzungen. Die Schule verfolgt damit ein personalisiertes und differenzierendes Lernkonzept („PerLenWerk“), in dem Lernende in Werkstätten, mit digitalen Lernumgebungen und durch Coaching-Gespräche selbstständig und stärkenorientiert lernen. Dabei spielen kooperatives Lernen, projektorientiertes Arbeiten sowie vernetztes Denken über Fächergrenzen hinweg eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, auf die unterschiedlichen Bedürfnisse, Interessen und Lernwege der Schülerinnen und Schüler einzugehen. Das Ergebnis dieses Ansatzes selbstgesteuerten Lernens ist – da war sich die Zuhörerschaft einig – inspirierend und motivierend zugleich.

Darüber, dass es sich lohnt, traditionelle Schemata zu überwinden und den Mut zu haben, neue Wege zu gehen, herrschte große Einigkeit. In der Abschlussdiskussion „Ausblick und Prognosen | Was bringt der DigitalPakt 2.0 und wie bereiten wir uns darauf sinnvoll vor?“, moderiert von Alexander Altendorf-Schöpke, Geschäftsführer des Bündnis für Bildung, zogen Katja Müller-Lind (Fachdienstleitung Schul-IT und Ausstattung im Wetteraukreis), Martin Hüppe (Geschäftsführer der IServ), Anne Dederer (thinkRED) sowie Werner Umbach und René Norwig ihr Resümee zu den Erkenntnissen des Tages und Herausforderungen, bei denen der DigitalPakt 2.0 ansetzt. Die langfristige Professionalisierung von Infrastruktur, Geräteverwaltung, Support, IT-Sicherheit und Fortbildungen und die damit einhergehende Etablierung von „Digitalität“ setzt Planungssicherheit für Schulträger und Kommunen voraus. Nicht nur in diesem Panel, sondern auch im Verlauf des gesamten Tages wurde immer wieder deutlich, wie groß der Bedarf an Klarheit, Verlässlichkeit und praxisnahen Lösungen ist.

René Norwig im Vortrag und das Abschlussplenum

Die Kernbotschaft des wegweisenden und gewinnbringenden Zusammentreffens: Der DigitalPakt 2.0 ist das, was wir gemeinsam daraus machen. Synergien zu nutzen, voneinander zu lernen und gemeinsam etwas zu bewegen – dieses Leitmotiv zog sich wie ein roter Faden durch alle Gespräche und Begegnungen. Die Veranstaltung zeigte eindrucksvoll, wie wertvoll Vernetzung, Dialog und gemeinsames Nachdenken über tragfähige Lösungen für digitale Bildung sind.

Wir danken allen Teilnehmenden, Referenten und Kooperationspartnern für diese inspirierende und gelungene Veranstaltung!

Sie möchten auch mehr zum DigitalPakt 2.0 erfahren und sich mit anderen Kommunen und zukunftsweisenden Schulen vernetzen, um das Beste aus den schmalen Mitteln herauszuholen? Dann planen Sie sich die BILDUNG.DIG!TAL in Mainz am 19. März sowie das vorabendliche Get-together als spannende Netzwerkveranstaltung ein. thinkRED ist als Aussteller und mit spannenden Vorträgen und Workshops dabei. Das Bündnis für Bildung organisiert dort ein spezielles Schulträger-Programm und lädt Sie sehr herzlich dazu ein. Mit dem Code B.D-2026-MZ-BFB erhalten Sie kostenfrei Zugang zur Messe.

WordPress Cookie Plugin von Real Cookie Banner