Wir mittendrin: Fachtag „Schulen im Ruhrgebiet: Für die Zukunft lernen“

Wir mittendrin: Fachtag „Schulen im Ruhrgebiet: Für die Zukunft lernen“

Am 17. Januar 2020 war unsere Medienpädagogin Melanie Dominikowski auf dem Fachtag „Schulen im Ruhrgebiet: Für die Zukunft lernen“ in Gelsenkirchen. Die Schulen stehen in einer Zeit der Digitalisierung vor großen Herausforderungen. Das ist unübersehbar. Aber wie können Lehrkräfte ihre Schüler*innen für die Zukunft stark machen? Welche neuen Lernformen und Konzepte bedarf es in einer Schule der Zukunft? Wie sieht eine zukunftsfähige Zusammenarbeit aller an Schule beteiligten Akteure aus? Die Fachtagung bot Gelegenheiten zum Diskutieren, Austauschen und Vernetzen. Informative Fachvorträge und Lernkarussells rundeten das Programm ab.

Prof. Dr. Rick Mintrup von der University of California, Berkeley verglich in seinem Vortrag „Designbasierte Schulentwicklung an der Schule der Zukunft“ treffenderweise die Schule mit einem Segelboot, das man flottkriegen muss. Schule ist von tief eingefleischten Routinen gezeichnet, die es erschweren neue Wege einzuschlagen. Es gilt aber diese starren Routinen zu brechen, um in einer Schule der Zukunft weiterzukommen.

Welche Erkenntnisse lassen sich daraus ziehen?

Schulen und Schulträger müssen sich auf den Weg machen, um den Anschluss nicht zu verlieren. Natürlich gibt es nicht den einen Weg. Jeder muss seinen eigenen Weg finden. Das Problem konkret formulieren, welches vom ganzen Kollegium mitgetragen wird. Das ist ein erster Schritt in Richtung Schule der Zukunft. Wir unterstützen Sie mit einem ganzheitlichen Portfolio dabei, diesen Weg zu beschreiten.

In dem Vortrag „Naturwissenschaftliche Bildung in der Schule der Zukunft“ von Prof. Dr. Gisela Lück von der Universität Bielefeld wurde deutlich, wie wichtig Experimentieren im Unterricht ist. Gerade vor dem Hintergrund, dass es im MINT-Bereich zukünftig viele nicht besetzbare Ausbildungsplätze geben wird. Dies und mehr stellte die Referentin in einem lebhaften Vortrag dar. Ihr Appell: Jeder Schülerin und jedem Schüler die Gelegenheit zum Experimentieren in einer Schule der Zukunft bieten.

Welche pädagogischen Vorteile bietet das Experimentieren im Unterricht?

Experimentelles Lernen hat zugleich mehrere Vorteile. Das spielerische und entdeckende Lernen macht den Schüler*innen nicht nur Spaß, sondern führt auch zu mehr Lernerfolg. Denn durch das Tüfteln und Werkeln werden unterschiedliche Formen des Gehirns angesprochen. Dadurch prägt sich das Gelernte besser ein. Lernen durch Experimentieren fördert die Sprachkompetenz und das Voneinander-Lernen. Gerade Fähigkeiten wie Kommunikation und Kollaboration gewinnen zukünftig in Schule und Arbeitswelt an Bedeutung. Experimentelles Lernen spricht auch in hohem Maße das individuelle Lernen an. Denn Lernende können sich den Lernstoff in ihrem Lerntempo und auf ihre Art und Weise erschließen. Durch faszinierende Materialien können spielerisch und experimentell neue Kenntnisse und Kompetenzen (wie etwa das 4K-Lernen) erworben werden – Fähigkeiten die für ein Lebenslanges Lernen sowie für eine Schule der Zukunft elementar sind.

Um Schulträgern und Schulleitern den Weg hin zu einer digitalen Schule zu ebnen, bieten wir auch eigene Werkstätten und Workshops an. Gemeinsam treten wir in Austausch und diskutieren mit Ihnen, wie der Transformationsprozess hin zu einer digitalen Schule gestaltet werden kann und wie digitale Medien in Ihren Unterricht integriert werden können.