Interview mit Herrn Nientiedt, ein Lehrer aus Witten, zum Einsatz von Microsoft Teams in Schule

Interview mit Herrn Nientiedt, ein Lehrer aus Witten, zum Einsatz von Microsoft Teams in Schule

In der derzeitigen Situation suchen viele Lehrkräfte nach Möglichkeiten, die Kommunikation mit Ihren Schüler*innen und Kolleg*innen aufrechtzuerhalten und Unterrichtsmaterialien auszutauschen. Wir haben einen Lehrer aus Witten zum Einsatz von Microsoft Teams in Zeiten von Corona und Schulschließungen interviewt. 

ThinkRED: „Was waren Ihre Beweggründe, Microsoft Teams in Ihrer Schule einzusetzen?“

Herr Nientiedt: Wir haben nach einer komfortablen und schnellen Lösung gesucht, um trotz Schulschließungen den Kontakt zu unseren Schüler*innen aufrecht zu halten. Dazu braucht es eine stabile und gut funktionierende Plattform, denn Arbeitsblätter per E-Mail zu verteilen ist sehr unpraktikabel und aufwendig.

Zudem suchten wir als Schule nach einer Plattform, die das kollaborative Arbeiten innerhalb des Kollegiums unterstützt. Leider arbeitet das Lehrer*innenkollegium immer noch sehr stark auf “Einzelkämpfer-Basis”. Um das abzuschwächen und den Informationsaustausch sowie das Teilen von Unterrichtsmaterialien zu erleichtern, braucht es eine gemeinsame Plattform.  

ThinkRED: „Was waren die Schwierigkeiten für Sie als Lehrperson zu Beginn Ihres Vorhabens?“

Herr Nientiedt: Schwierigkeit hatten wir besonders bei der Aktivierung des Office 365 Kontos. Die Userführung durch den Anbieter Microsoft ist für jemanden, der keinen IT- Hintergrund hat, sehr kompliziert und undurchsichtig. Lange Recherchen sind nötig, um zu erkennen, welche Schritte nötig sind. Das Kernprinzip, die Anwendung so zu reduzieren, dass es auch für nicht IT-affine Personen möglich ist, sich selber zu helfen, ist hier leider nicht gegeben. 
 
ThinkRED: „Auf welche Probleme sind Sie während der Installation gestoßen?“

Herr Nientiedt: Eines der größten Probleme war z.B. die Integration der Schüler*innen-Daten aus unserem Schild-NRW (Datenbanksystem) in Microsoft Teams. Die Daten müssen für die Integration bestimmten Regeln entsprechen und dazu bedarf es Anpassung durch einen IT-Sachverständigen, der das System durchblickt und die Daten so anpasst, dass sie DSGVO-konform sind. Beispielsweise müssen keine Klarnamen der Schüler*innen und Lehrkräfte für die Nutzung von Office 365 und Teams verwendet werden.  

ThinkRED: „Wie konnte Sie die ThinkRED bei Ihrem Vorhaben unterstützen?“

Herr Nientiedt: Die ThinkRED hat mich an die Hand genommen und mir durch den kryptischen Anmeldeprozess von Office 365 durchgeführt. Am Ende stand ein System, das funktioniert hat und bei dem ich mir über das Einlesen von Schüler*innen-Daten oder aber das Integrieren von Schuldomains keine Gedanken mehr machen musste. Für uns als Schule war es wichtig, barrierefrei mit unserer eigentlichen Arbeit weiter machen zu können; mit der Begleitung und dem Unterrichten unserer Schüler*innen, anstatt uns mit IT-Fragestellungen auseinandersetzen zu müssen.