Erfolgsgeschichten: Digitalisierung der Pflegeschule Bork in Kempen

thinkRED Short Story.

Erfahrungsbericht aus der Praxis. Ein Gespräch mit Herrn Soldatke von der Pflegeschule Bork in Kempen.

Herr Soldatke von der Pflegeschule Bork spricht über den Entschluss, die Digitalisierung an seiner Schule voranzutreiben. Er berichtet von ersten iPad-Anschaffungen, Gelingensbedingungen und Mehrwerten, aber auch von Hürden, die ein solches Umstrukturierungsprojekt mit sich bringt. 

Herr Soldatke, was ist Ihre Aufgabe an der Pflegeschule und wo stehen Sie heute im Zuge der Digitalisierung? Was haben Sie noch vor?

Zu meinen Aufgaben gehört das Vorantreiben der Digitalisierung an der Pflegeschule. Derzeitig stehen wir noch ganz am Anfang der Digitalisierung. Begonnen haben wir damit, unsere Infrastruktur zu überprüfen und dann Mittel aus den Sofortausstattungsprogrammen zu beantragen. Aus diesen Fördertöpfen haben wir die ersten iPads finanziert und damit einen schulinternen Testlauf gestartet. Die nächsten Schritte sehen vor, noch weitere iPads anzuschaffen und den Großteil der Schülerinnen und Schüler damit auszustatten. Danach möchten wir gerne ein Display in jedem Klassenzimmer installieren, auf das die Lehrkräfte ihr Endgerät spiegeln können.

Welche Rolle spielt Digitalisierung in einer Pflegeschule? 

Für uns spielen mehrere Perspektiven zusammen. Zum einen leben wir in einem Zeitalter der Digitalisierung und daher müssen auch wir in der Pflege mit der Zeit gehen. Zum anderen wünschen wir uns einen digitalen Lernbegleiter für die Schülerinnen und Schüler. Wir wünschen uns die optimale Verschmelzung von Theorie und Praxis. Bei eben dieser Verschmelzung und dem wesentlichen Teil der Ausbildung möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler bestmöglich unterstützen und dabei kann ein iPad einen sinnvollen Beitrag leisten. Als dritten Aspekt empfinden wir die Pflege als einen in zukunftsträchtigen Zweig im Markt und daher ist es uns sehr wichtig unsere Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt von morgen vorzubereiten.

Das klingt zukunftsorientiert. Wie finanzieren Sie diese ambitionierten Maßnahmen?

All unsere derzeitigen Bestrebungen finanzieren wir aus den Fördertöpfen, die das Land bereitstellt. Natürlich leisten wir auch unseren finanziellen Eigenanteil von 10%. Wichtig ist auch, dass neben allen Finanzierungen auch die entsprechende „Manpower“ bereitgestellt werden muss. Das heißt ein solches Umstrukturierungsprojekt funktioniert nur, wenn alle Teammitglieder mitziehen.

Wie konnten Sie das Verwaltungsteam und vor allem die Dozentinnen und Dozenten der Schule von den nötigen Maßnahmen überzeugen?

Wir sind eine kleine und privat geführte Schule und daher haben wir einen intensiven Austausch zwischen Verwaltungs- und Dozenten-Team. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter treffen sich regelmäßig und besprechen alle relevanten Dinge. So war es auch bei den Maßnahmen zur Digitalisierung. Die Leitung hat dies auf die Agenda gesetzt und dann haben wir alle Möglichkeiten und Maßnahmen im Team diskutiert.

Warum haben Sie sich für den Einsatz von iPads entschieden? 

Natürlich stand das Thema, welche Technologie und vor allem mit welchem Betriebssystem wir arbeiten wollen, eine ganze Weile zur Debatte. Eigentlich wollten die Dozentinnen und Dozenten gerne weiter mit Microsoft-Produkten arbeiten, zumal sie diese auch gewohnt waren. Intern, von Seiten der Geschäftsstelle, haben wir unterschiedliche Systeme getestet und fanden daher die Apple-Geräte nutzerfreundlicher. Gerade die leichte Bedienbarkeit der iPads fanden wir richtungsweisend. Daher waren wir uns im internen Digitalisierungsteam dann recht schnell einig, dass wir mit Apple und damit mit iOS als Betriebssystem arbeiten wollten. Anschließend haben wir dann auch dieses Thema in der großen Runde besprochen. Alle Dozentinnen und Dozenten waren dann auch recht schnell davon überzeugt, dass das Arbeiten mit iPads viele Vorteile mit sich bringt.

Was sind Ihrer Meinung nach, die wichtigsten Schritte auf dem Weg zu einem sinnvollen Nutzen der iPads?

Ich denke es ist wichtig, strukturiert vorzugehen. Ganz am Anfang haben wir uns zunächst einen Überblick über unsere Infrastruktur verschaffen und in diesem Zuge unser WLAN überprüft. Eine neue professionelle Ausleuchtung unserer Schule hat ergeben, dass unser Netz für den Einsatz von vielen mobilen Endgeräten stabil genug ist. 

Zudem haben wir unterschiedliche Beratungstermine, auch mit der thinkRED, wahrgenommen. Dabei ging es uns vor allem darum zu entscheiden, wie wir die iPads sinnvoll einbinden und nutzen können. Danach mussten wir uns nur noch für die entsprechende Ausführung der Hardware entscheiden und haben über die thinkRED bestellt. Auch die Einbindung der Endgeräte in das Mobile Device Management-System haben wir mit Hilfe von der thinkRED und einer passenden Schulung realisiert. 

Das klingt nach einem sehr durchdachten Vorgehen. Haben Sie noch ein Fazit für uns? Etwas das Sie Interessierten noch mit auf den Weg geben möchten?

Wir waren von Anfang an der Meinung, dass Digitalisierung perfekt zur Pflege passt. Wir als Schule haben sehr schnell den Nutzen und die Mehrwerte erkannt. Und auch wenn wir einige Hürden nehmen mussten, möchten wir jeden ermutigen, ebenfalls diesen Weg zu gehen. Wir können nur durchweg von positiven Auswirkungen berichten, sogar jetzt, wo wir noch ganz am Anfang stehen, sind die positiven Effekte zu erkennen. Auch das Kollegium ist sich einig, dass der Einsatz der iPads bereits nach kurzer Zeit neuen Wind in die Lehre gebracht hat. Darum freuen wir uns jetzt auf die weiteren Schritte und beschaffen alsbald noch weitere iPads, um möglichst alle Schülerinnen und Schüler mit einbeziehen zu können.