Erfolgsgeschichten: Digitalisierung der Matthias-Claudius-Schule in Bochum

thinkRED Short Story.

Erfahrungsbericht aus der Praxis. Ein Gespräch mit Herrn Osthoff von der Matthias-Claudius-Schule in Bochum.

Herr Osthoff, der Didaktische Leiter der Matthias-Claudius-Schule in Bochum, erzählt in einem Interview über den Entschluss, die Digitalisierung an der Gesamtschule voranzutreiben. Er berichtet von dem anfänglichen Aufbau der schulischen Infrastruktur, der Einbindung der iPad-Geräte in das Mobile Device Management und davon, wie die Schule für die Anschaffungen die Fördermittel aus dem DigitalPakt Schule nutzen konnte. 

Herr Osthoff, vielen Dank dass wir Sie interviewen dürfen. Sie sind der Didaktische Leiter an einer Gesamtschule. Wo stehen Sie in Bezug auf die Digitalisierung heute an der Matthias-Claudius-Schule? 

Die Digitalisierung ist für uns ein Thema, mit dem wir uns schon viele Jahre beschäftigen, denn uns war schon vor Corona und dem DigitalPakt Schule klar, dass wir uns in einer digitalisierten Welt bewegen und dass die Kompetenzen in diesem Zusammenhang zukunftsweisend für die Generationen, die wir ausbilden, sind. Daher sind wir sehr dankbar, dass wir einen eigenen Träger haben, so dass wir Entscheidungen und Neuerungen schnell und in enger Abstimmung vorantreiben können. So war es auch mit der Digitalisierung. Vor etwa fünf Jahren haben wir bereits angefangen, uns mit dem Thema WLAN im Schulgebäude zu beschäftigen und haben eine Glasfaserverkabelung durch Eigenleistung des Trägers etablieren können. Daher waren wir schon recht gut ausgestattet. Der DigitalPakt Schule hat uns dann neue Impulse gegeben und nun können wir uns durch diese Fördermittel noch einmal weiterentwickeln. 

Wie haben die Beratungsleistungen durch die thinkRED Sie bei der Digitalisierung Ihrer Schule unterstützt? 

Wir sind eine aktive Schule mit einem engagierten Kollegium. In vielen Arbeitsgemeinschaften wurden die unterschiedlichsten Technologien und Möglichkeiten diskutiert. Die Beratungsleistungen haben uns dabei geholfen, unsere Ideen zu validieren und uns auf ein einheitliches Konzept zu verständigen. Bei der thinkRED fühlten wir uns mit sämtlichen Fragen rund um die digitale Ausstattung gut aufgehoben, da deren Kompetenz sich vor allem aus den Erfahrungen mit vielen Schulen bündelt. Zudem war es sehr hilfreich, dass wir durch die Beratungsleistungen den DigitalPakt als Rahmen stets präsent hatten, um alle Entscheidungen auf Umsetzbarkeit direkt zu prüfen und uns nicht zu verzetteln. Das Team von der thinkRED hat uns während der gesamten Zeit bei unserem Vorhaben unterstützt und wir konnten immer wieder Fragen zu den Fördermitteln und dessen Umsetzbarkeit stellen. 

Für welche Technologie haben Sie sich letztendlich entschieden und warum? 

Hauptsächlich arbeiten wir mit iPads, die durch ein Mobile Device Management-System verwaltet werden. Zudem nutzen alle Lehrkräfte und Schüler*innen Microsoft Teams auf ihren mobilen Endgeräten. Hierüber funktioniert unsere tägliche Kommunikation. Das haben wir auch schon vor dem ersten Lockdown so gehandhabt und konnten daher ohne Probleme im Distanzunterricht auf diese Ressourcen zurückgreifen. Als Anzeigemedium haben wir uns für einen interaktiven Ultrakurzdistanzprojektor mit zusätzlicher Whiteboard-Fläche entschieden. Generell war uns bei der Auswahl der Technologien wichtig, dass diese in unsere agile Schule passen und dass kollaboratives Arbeiten damit unterstützt wird. 

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Schritte auf dem Weg zur Digitalisierung der Schule?

Zunächst einmal ein einheitliches System in allen Klassenräumen, mit dem alle Kolleg*innen zurechtkommen. Es hilft nicht, das technisch innovativste System zu haben, wenn nur ein Bruchteil der Lehrerschaft dieses zu nutzen weiß. Für eine nachhaltige Anwendung und einen dauerhaften Einsatz sind Schulungen für das Kollegium der Schlüssel. Für unsere Kommunikation setzen wir zudem auf ein Miteinander, so dass alle Schüler*innen und Lehrer*innen, also auch alle Klassen und Kurse, mit den gleichen Programmen arbeiten. So bleibt der Umfang an Schulungen überschaubar und wenn eine Kollegin oder ein Kollege in einer anderen Klasse Vertretungsunterricht hat, funktionieren System und Programme auch dort reibungslos.