Erfolgsgeschichten: 1:1 iPad-Ausstattungen am Albert-Martmöller-Gymnasium Witten

thinkRED Short Story.

Erfahrungsbericht aus der Praxis. Ein Interview mit Herrn Lennardt vom AMG Witten.

Herr Lennardt vom Albert-Martmöller-Gymnasium in Witten berichtet in einem Interview mit uns über die Planung und Realisierung von 1:1 iPad-Ausstattungen. Die Schule hat 1000 Schüler*innen und 85 Lehrkräfte.

Herr Lennardt, vielen Dank dafür, dass wir Sie interviewen dürfen. Gerne würden wir mit Ihnen über den Prozess der 1:1 iPad-Ausstattung an Ihrer Schule sprechen. Wie sind Sie dazu gekommen, dass iPad-Projekt vornehmlich voranzubringen? 

Neben dem eigentlichen Unterrichten der Fächer Mathematik, Physik und ev. Religion bin ich Koordinator für die Schul- und Unterrichtsentwicklung und daher fällt das Thema 1:1-Ausstattung genau in meinen Aufgabenbereich. Jedoch habe ich mich nicht allein an das Projekt gewagt. Wir waren ein Team aus 15 Lehrkräften, die innerhalb einer Projektsteuergruppe gemeinsam gearbeitet haben. So lag die Arbeit nicht nur bei einer Person. 

Damit wir eine Ahnung vom Umfang des Projekts bei Ihnen erhalten: Mit wie vielen Schüler*innen starten Sie und wann? 

Unser Ziel ist es, unsere neuen Fünftklässler ab dem Schuljahr 2023/24 komplett 1:1 auszustatten und iPad-gestützt zu unterrichten. Dafür brauchen wir aber Erfahrung in der täglichen Arbeit und haben uns daher entschieden, mit den Jahrgängen 9, EF und Q1 ab dem Schuljahr 2021/22 zu starten. Das heißt, dass ab August 340 Schüler*innen mit dem iPad im Unterricht arbeiten werden. Um Chancengleichheit herzustellen, haben wir den Eltern die Möglichkeit gegeben, Leihgeräte bei uns anzufragen. Derzeit möchten aber nur ca. 30 Eltern dieses Angebot in Anspruch nehmen. 

Wie haben Sie das entschieden? 

Wir als Schulgemeinschaft haben das entschieden. Dem sind eine Diskussion innerhalb des Kollegiums und eine Abfrage innerhalb der Elternschaft vorausgegangen. Beide sind positiv für das Projekt ausgefallen. Die Abfrage unter den Eltern hat sogar eine Zustimmung von deutlich über 70% der Eltern ergeben. Für das iPad als Technologie haben wir uns dann auf Grund der vielen unterschiedlichen Möglichkeiten in der Anwendung entschieden. 

Die Abläufe bei Ihnen an der Schule und auch der Bestellvorgang durch die Eltern in unserem Online-Shop haben sehr gut funktioniert. Was können Sie uns über Ihre Vorgehensweise berichten? 

Sicherlich spielt der zeitliche Rahmen eine wichtige Rolle. Wir haben uns schon ein Jahr zuvor mit dem Projekt beschäftigt und auch die Eltern und das Kollegium früh in das Projekt mit einbezogen. Uns war wichtig, dass wir durch gute Kommunikation möglichst viele Fragen gar nicht erst aufkommen lassen. Dazu haben wir unsere Kommunikation redundant aufgebaut. Es gab mehrere Elternbriefe, Videokonferenzen, ein FAQ, ein Padlet mit Informationen, persönliche Gesprächsangebote und einen Hilfe-Chat in unserer Schul-Cloud. Zudem haben wir uns durch die Gespräche mit der Firma thinkRED vor dem eigentlichen Projektstart gut gerüstet gefühlt und konnten die meisten Fragen der Eltern selbstständig beantworten. 

Welche Maßnahmen haben Sie innerhalb des Kollegiums ergriffen, um alle Kolleg*innen vom Projekt zu überzeugen?  

Nachdem die Entscheidung getroffen wurde, haben wir mehrere Fortbildungsangebote realisiert. Der Schlüssel war aber sicherlich eine Fortbildungsreihe, die nahezu wöchentlich stattgefunden hat. Hier haben über ein halbes Jahr verteilt vielfältige Angebote stattgefunden. Zudem haben wir sogar unsere Schüler*innen mit einbezogen, die die Lehrkräfe in einzelnen Apps wie bspw. GoodNotes geschult haben. Wir haben uns also Zeit gelassen, allen Lehrkräften das iPad als Arbeitswerkzeug näher zu bringen. Zudem war das Hilfestellungsangebot präsent und konstant. Es gibt zum Beispiel immer noch einen Chat innerhalb des Kollegiums, in dem Fragen gepostet werden können und in dem binnen einer Stunde auch eine fundierte Antwort gegeben wird. Als nächsten Schritt werden wir nun die Schüler*innen mit einbeziehen und in der zweiten Schulwoche in allen 1:1-Klassen mit Workshops zur grundsätzlichen Bedienung des iPads beginnen.